Höhenflüge deutscher Zehnkämpfer in London: Rico Freimuth (li.) und Kai Kazmirek gewinnen die Silber- und Bronzemedaille (Foto/Copyright: Iris Hensel).

Weltmeisterschaften

Weltmeister Mayer vor Freimuth und Kazmirek

Rico Freimuth gewinnt mit 8564 Punkten die Silber- und Kai Kazmirek mit 8488 Punkten die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften in London! Ganz vorne mit 8768 Punkte der Franzose Kevin Mayer.

Das hatte es seit den Weltmeisterschaften 1987 in Rom nicht mehr gegeben, dass zwei deutsche Zehnkämpfer eine Medaille holen! Während es in der italienischen Hauptstadt Silber für Siggi Wentz und Gold für Tosten Voss waren, war die Goldmedaille in London reserviert für den Franzosen Kevin Mayer: Der Olympiazweite des letzten Jahres zog einsam seine Kreise und wackelte - im wahrsten Sinne des Wortes - nur einmal im Stabhochsprung, als er nur knapp im dritten Versuch seine Anfangshöhe von 5,10 Metern meisterte und dann nicht mehr höher sprang.

2017 heißen die deutschen Medaillengewinner Rico Freimuth und Kai Kazmirek, die beide einen konzentrierten Zehnkampf auf hohem Niveau hinlegten und von Beginn an klarstellten, dass der Weg zu den Medaillen nur über sie gehen kann. Schon nach Tag 1 war Kai Kazmirek, vor allem auch durch seinen guten Hochsprung (2,11 Meter), auf Platz 2 und Rico Freimuth, als gewohnt guter Sprinter (10,53 Sekunden), auf Platz 3. Diesen Platz tauschten sie am zweiten Tag schnell: Rico Freimuth trommelte zuerst die Hürden in 13,68 Sekunden herunter, um dann den Diskus auf 51,17 Meter zu werfen. Nach 4,80 Meter im Stabhochsprung, 62,34 Meter mit dem Speer und 4:41,57 Minuten über 1500 Meter konnte er sich nach WM-Bronze 2015 jetzt über Silber freuen.

Auch Kai Kazmirek zeigte einen guten zweiten Tag und stellte vor allem nach 14,66 Sekunden über die Hürden mit 45,06 Metern im Diskuswurf die Weichen auf den Medaillengewinn. Nachdem er im Stabhochsprung etwas zittern musste, übersprang er aber letztlich souverän 5,10 Meter, und sicherte sich nach 62,45 Meter mit dem Speer und 4:38,07 Minuten über 1500 Meter die Bronzemedaille.

Mit neuer Bestleistung von 8371 Punkten platziert sich etwas überraschend auf Rang vier der Este Janek Õiglane, der sich um 200 Punkte verbessert und Mitfavorit Damian Warner auf den fünften Platz verdrängte (8309 Punkte). Der WM-Zweite von 2015 war der Pechvogel des WM-Zehnkampfs, da er einer der Athleten war, der in den Tagen von London dem Noro-Virus erlag und sichtlich geschwächt war, sich aber durch den Zehnkampf kämpfte - im Gegensatz zu vielen anderen Athleten: Von 35 gestarteten Athleten haben 15 den Zehnkampf vorzeitig beendet, u.a. auch der Weltmeister von 2009 und 2011 Trey Hardee, der aussichtsreich liegend im Hürdensprint stürzte, und leider auch der Ulmer Matthias Brugger, der bereits am ersten Tag wegen Knieproblemen im Hochsprung nur seine Anfangshöhe (1,90 Meter) überspringen und dann wegen zu starker Schmerzen zum 400-Meter-Sprint nicht mehr antreten konnte.

Top Ten 2017

1. 8663 Freimuth, Rico

2. 8488 Kazmirek, Kai

3. 8294 Brugger, Mathias

4. 8201 Wieland, Luca

5. 8028 Enahoro, Ituah

6. 8009 Stauß, Rene

7. 7873 Blech, Torben

8. 7781 Nowak, Tim

9. 7780 Hutterer, Dennis

10. 7735 Bollinger, Marvin

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