Manuel Wagner, hier beim 1500-Meter-Lauf weit vor den anderen Zehnkämpfern, wird in Tampere mit neuer Bestleistung Vierter (Foto/Copyright: Iris Hensel).

U20-Weltmeisterschaft

Wagner wird Vierter, Bechmann Achter

Beim australischen U20-WM-Doppelsieg von Ashley Moloney (8190 Punkte) und Gary Haasbroek (7798 Punkte) in Tampere/Finnland belegt Manuel Wagner mit neuer Bestleistung von 7552 Punkte den vierten Rang. Andreas Bechmann wird in einem Zehnkampf mit Auf und Abs Achter (7333 Punkte).

Schon am ersten Tag zog Ashley Moloney allen anderen Zehnkämpfern davon und lag mit 4319 Punkten deutlich in Führung. Wer beim sprintstarken Australiern (100 Meter in 10,51 s und 400 Meter in 46,86 s) auf einen Einbruch setzte, verspekulierte sich. Mit insgesamt acht Bestleistungen zeigte der neue U20-Weltmeister einen Zehnkampf ohne Patzer und belohnte sich nicht nur mit der Goldmedaille, sondern auch mit einem neuen Meisterschaftsrekord (8190 Punkte), den er Niklas Kaul (8162 Punkte aus 2016) abnahm.

Nicht davon beeindrucken ließ sich Manuel Wagner, der nach einem durchwachsenen ersten Tag eine gute zweite Hälfte hinlegte und vor allem mit Bestleistungen im Diskuswerfen (44,74 m) und Speerwerfen (57,43 m) glänzen konnte. Zum Abschluss reichte der schnellste 1500-Meter-Lauf (4:29,45 min) aller Zehnkämpfer aber dann nicht mehr aus, um den Schweizer Simon Ehammer (7642 Punkte) vom Bronzeplatz zu verdrängen. „Ich hätte gestern nicht geglaubt, dass es heute noch einmal so gut läuft. Der Einstieg über die Hürden war ja auch nicht so gut. Die Highlights heute waren der Diskuswurf und das Speerwerfen, der 1500 Meter-Lauf war nicht optimal, aber ausgereizt. Insgesamt hatte ich mir im Vorfeld etwas mehr ausgerechnet, dann war der erste Tag nicht so gut. Aber mit dem zweiten Tag bin ich zufrieden,“ so das Fazit des jungen Mainzers gegenüber leichtathletik.de.

Mit beiden Tagen nicht ganz zufrieden war der zweite Deutsche. „Zehnkampf beschreibt die zwei Tage wohl ganz gut, es war ein Auf und Ab. 42 Meter mit dem Speer sind schon unterirdisch, da saß die Technik nicht. Ich glaube aber, ich habe hier gezeigt, dass ich mithalten kann, mit zehn Metern mehr im Speerwurf und 40 Zentimetern mehr im Stabhochsprung kann man es sich ausrechnen,“ kommentiert Andreas Bechmann seinen Zehnkampf und vor allem seine Leistungen im Stabhochsprung (4,40 m) und im Speerwerfen (41,96 m), wo er über zehn Meter hinter seiner Bestleistung blieb. Mit 7333 Punkte macht er aber dennoch seinen Frieden: „Ein achter Platz ist für die ersten internationalen Meisterschaften nicht so schlecht,“ und vergisst gegenüber leichtathletik.de auch nicht die Betreuer: „Mein Dank geht an das Betreuer-Team, an Lars [Bundesnachwuchs-Trainer Lars Albert] und David [Physiotherapeut David Violakis] und an meinen Heimtrainer Jürgen Sammert, der extra hergekommen ist, obwohl Carolin Schäfer in der EM-Vorbereitung ist.“

Top Ten 2018

1. 8481 Abele, Arthur

2. 8329 Kazmirek, Kai

3. 8304 Brugger, Mathias

4. 8229 Nowak, Tim

5. 8220 Kaul, Niklas

6. 8121 Eitel, Manuel

7. 8048 Enahoro, Ituah

8. 8032 Hutterer, Dennis

9. 8012 Obst, Florian

10. 7547 Bollinger, Marvin

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