Kai Kazmirek - hier in Ratingen Ende Juni - übernachtet bei der WM in London auf dem zweiten Platz (Foto: kenny Beele • spofo.de).

Weltmeisterschaften

Mayer vor Kazmirek und Freimuth

Bei den Weltmeisterschaften in London führt erwartungsgemäß Kevin Mayer mit 4478 Punkten vor zwei deutschen Athleten: Kai Kazmirek liegt mit 4421 Punkten auf Platz 2 vor Rico Freimuth (4361 Punkte). - Matthias Brugger musste seinen Zehnkampf nach dem Hochsprung beenden.

Kai Kazmirek und Rico Freimuth präsentierten sich im Londoner Olympiastadion bei schwierigen Windverhältnissen in Top-Form und nutzen so die ein oder andere Schwäche ihrer Konkurrenten im Kampf um die Medaillen. Vorne weg zieht aber der Franzose Kevin Mayer seine Kreise, der nach 10,70 Sekunden über 100 Meter (Bestleistung), 7,52 Meter im Weitsprung, 15,72 Meter mit der Kugel, 2,08 Meter im Hochsprung und 48,26 Sekunden über 400 Meter mit 4478 Punkten nach dem ersten Tag 43 Punkte über seinem Halbzeitergebnis der Olympischen Spiele in Rio liegt, wo er mit 8834 Punkten die Silbermedaille hinter dem Weltrekordler Ashton Eaton (USA) gewann. Er ist damit nicht nur der erste Anwärter für die Nachfolge des zurückgetretenen Amerikaners, der 2013 und 2015 auch Weltmeister wurde, sondern greift morgen auch die 8900-Punkte-Marke an – vielleicht auch die 9000 Punkte.

Auf Platz 2 übernachtet Kai Kazmirek, der sich gegenüber Ratingen vor allem in den Sprüngen (7,64 Meter im Weit, 2,11 Meter im Hochsprung) und im 400-Meter-Sprint (47,19 Sekunden) verbesserte, zum Auftakt einen guten 100-Meter-Sprint (10,91 Sekunden) zeigte und nur im Kugelstoßen (13,78 Meter) unter seinem Leistungsvermögen blieb. 4421 Punkte nach Tag 1 sind zwar 79 Punkte hinter seinem Halbzeit-Ergebnis von Rio, wo er 2016 seine Bestleistung (8580 Punkte) erzielte, aber 19 Punkte über seinem Halbzeitergebnis in Ratingen dieses Jahr (8478 Punkte) - er bewegt sich also in einem Leistungsbereich um 8500 Punkte, in dem erfahrungsgemäß die Medaillen vergeben werden. 

Dort - und vielleicht noch etwas besser - bewegt sich auch Rico Freimuth, der mit 4361 Punkten einen guten ersten Tag erwischte und nur 56 Punkte unter seinem Ratingen-Ergebnis von 8663 Punkte liegt: Für ihn gilt es nach 10,53 Sekunden über 100 Meter, 7,48 Meter im Weitsprung, 14,85 Meter im Kugelstoßen, 1,99 Meter im Hochsprung und 48,41 Sekunden über 400 Meter morgen seinen hervorragenden zweiten Tag von Ratingen zu bestätigen. Ihn und Kai Kazmirek müssen die anderen WM-Zehnkämpfer schlagen, wollen sie auf das Treppchen. 

Ein Wörtchen dabei mitreden wird „Altmeister“ Trey Hardee, der mit 4313 Punkten den fünften Rang belegt. Der Weltmeister von 2009 und 2011 war ein paar Pünktchen besser unterwegs als bei den US-Trials im Juni, die er mit „nur“ 8225 Punkten gewann, sollte morgen aber noch einige Punkte zulegen können. U.a. lief er in Sacramento bei mehr als 40 Grad nur 5:12,65 Minuten über 1500 Meter. Medaillenchancen haben zudem noch der Olympia-Dritte des letzten Jahres, Damian Warner (4347 Punkte, Platz 4), Kurt Felix (Grenada, 4293 Punkte, Platz 6) und der Russe Ilya Shkurenyov (4223 Punkte, Platz 9), die aber allesamt nicht ohne Fehler durchkamen und bereits 100 bis 200 Punkte hinter ihren Bestleistungen liegen. 


Pech bei Matthias Brugger

Den Zehnkampf beenden musste Matthias Brugger, der bereits im 100-Meter-Sprint nicht wirklich frei wirkte und nach 11,15 Sekunden ins Ziel kam. Zwar konnte er mit dem Weitsprung (7,18 Meter) und Kugelstoßen (14,80 Meter) zufrieden sein, konnte aber wegen Knieproblemen im Hochsprung nur seine Anfangshöhe (1,90 Meter) überspringen und dann wegen zu starker Schmerzen zum 400-Meter-Sprint nicht mehr antreten.

Top Ten 2017

1. 8663 Freimuth, Rico

2. 8488 Kazmirek, Kai

3. 8294 Brugger, Mathias

4. 8201 Wieland, Luca

5. 8028 Enahoro, Ituah

6. 8009 Stauß, Rene

7. 7873 Blech, Torben

8. 7781 Nowak, Tim

9. 7780 Hutterer, Dennis

10. 7735 Bollinger, Marvin

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