Vorne in Götzis dabei (v. l.): Mathias Brugger (5.), Niklas Kaul (6.) und Kai Kazmirek (4. | Foto: zehnkampfteam.de)

Hypomeeting Götzis

Deutsches Trio geschlossen beim Sieg von Damian Warner

Damian Warner gewinnt souverän mit Bestleistung (8795 Punkte) das 44. Hypomeeting in Götzis vor Maicel Uibo (Estland, Bestleistung: 8514 Punkte) und Pieter Braun (Niederlande, Bestleistung: 8342 Punkte) Dahinter reihen sich Kai Kazmirek (Rang 4, 8329 Punkte), Mathias Brugger (Pang 5, 8304 Punkte) und Niklas Kaul (Rang 6, 8205 Punkte) geschlossen im Weltklasse-Feld ein.

Bei sehr guten äußeren Bedingungen war es der Kanadier Damian Warner, der dem Meeting von Beginn an seinen Stempel aufdrückte und mit neuer Bestleistung von 8795 Punkten jetzt hinter den Tschechen Roman Sebrle und Thomas Dvorak auf Rang drei der ewigen Bestenliste im Möslestadion belegt. Auch dahinter fielen die Bestleistungen vom Marcel Uibo und Pieter Braun auf den Plätzen zwei und drei. 

Nicht ganz gereicht für das Podest hat es für Kai Kazmirek, der als bester Deutscher ein Zehnkampf mit Auf und Abs erlebte, sich in den entscheidenden Momenten aber mit Kampfgeist – wie seine 400-Meter- (47,27 s) und 1500-Meter-Zeit (4:30,75 min) zeigen – im Wettbewerb hielt und nun die besten Karten im Kampf um die EM-Tickets in seinen Händen hält.

Mit Zehnkampf-Bestleistungen trumpften Mathias Brugger und Niklas Kaul auf. Beide lieferten bereits am ersten Tag hervorragende Leistungen und knüpften dort am zweiten Tag an. Eine erste Schrecksekunde hatte der Mathias Brugger dann im Stabhochsprung, als ihm bei ersten Versuch über fünf Meter der Stab brach, sich aber von dem Schock erholte und dann im dritten Versuch die Höhe überwand. Im 1500-Meter-Lauf musste er dann eine Zeit von 4:24 Minuten unterbieten, um mehr als 8300 Punkte zu erzielen, was ihm wie ein Uhrwerk laufend mit 4:23,98 Minuten von der Spitze gelang. Sein Lohn: Der Sieg in dieser Disziplin und eine neue Bestleistung von 8304 Punkte.

Kleines Drama beim Götzis-Debüt um Niklas Kaul

Für Niklas Kaul wurde die neunte Disziplin, das Speerwerfen, nach acht Disziplinen zu einem herausragenden Resultat, zu einem kleinen Drama werden: Beim Einwerfen – der Speer flog knapp üner 70 Meter – zerrte er sich leicht den Rücken, trat nach Behandlung aber dennoch zum ersten Versuch an und warf den Speer auf 68,76 Meter. Anschließend krümmte er sich vor Schmerzen, humpelte vom Platz, kam aber dennoch wieder aus den Katakomben und trat zum 1500-Meter-Lauf an. Trotz Schmerzen gab er nicht auf, konnte aber nicht schneller als als 4:31,44 Minuten laufen. Mit herausragenden 8205 Punkte konnte er so noch seinen ersten Männer-Zehnkampf auf Platz sechs beenden.

Schon am ersten Tag hatte Rico Freimuth Probleme beim Hochsprung (1,91 m) und über 400 Meter (50,09 s), die sich so am zweiten Tag zwar nicht fortsetzten, aber nach 13,96 Sekunden über die Hürden und 48,58 Meter mit dem Diskus, trat er zum Stabhochsprung nicht mehr an. „Ich fühle mich müde und ausgebrannt und überlege, die Saison abzubrechen“, so der Hallenser in einem Interview mit dem ORF. Bereits am ersten Tag beim Weitsprung aufgeben musste Luca Wieland, der nach 10,95 Sekunden über 100 Meter mit Oberschenkel-Problemen zu kämpfen hatte.

Alle Ergebnisse aus Götzis

Top Ten 2018

1. 8481 Abele, Arthur

2. 8329 Kazmirek, Kai

3. 8304 Brugger, Mathias

4. 8229 Nowak, Tim

5. 8220 Kaul, Niklas

6. 8121 Eitel, Manuel

7. 8048 Enahoro, Ituah

8. 8032 Hutterer, Dennis

9. 8012 Obst, Florian

10. 7547 Bollinger, Marvin

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