Kai Kazmirek liegt zur Halbzeit des olympischen Zehnkampfs auf Platz 2 und glänzte u. a. im 400-Meter-Sprint (auf dem Bild in Ratingen 2016 zu sehen), wo er seine fünf Jahre alte Bestleistung von 46,75 Sekunden einstellen konnte (Foto: Kenny Beele • spofo.de).

Olympische Spiele

Ashton Eaton führt vor Kai Kazmirek

Das war der erste Zehnkampftag bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro: Es führt erwartungsgemäß der Weltrekordler Ashton Eaton mit 4621 Punkten vor Kai Kazmirek, der mit 4500 Punkten sehr gut unterwegs ist, und dem Kanadier Damian Warner (4489 Punkten). Arthur Abele belegt mit 4134 Punkten Rang 16, Rico Freimuth hat den Zehnkampf bereits beendet.

Bei sommerlichen Bedingungen zeigen die Athleten in Rio ein hohes Leistungsniveau: Ashton Eaton (USA), der knapp 82 Punkte hinter seiner Weltrekordbestleistung liegt, beeindruckte vor allem im Weitsprung mit Tagesbestweite von 7,94 Metern, und der WM-Zweite des letzten Jahres Damian Warner mit neuer olympischen Bestleistung über 100 Meter (10,30 s). Der Kanadier liegt zwar auf Platz 3 nach Tag 1, ist aber nur 41 Punkte hinter seiner Bestleistung (8695 Punkte) und ein Kandidat für Silber. Ebenso wie der Franzose Kevin Mayer, der mit zwei neuen Bestleistungen in den Sprints (100 m in 10,81 s und 400 m in 48,28 s) und zwei weiterer Saisonbestleistungen im Weit- und Hochsprung auftrumpfte und mit 4489 Punkten über 200 Punkte über seiner Bestleistung (8521 Punkte) liegt!

Kai Kazmirek mit guten fünf Disziplinen

Auf Bestleistungskurs unterwegs ist auch der Zweitplatzierte des ersten Tages Kai Kazmirek, der 22 Punkte über seinem Halbzeitergebnis von Götzis 2014 (8471 Punkte) liegt und ein Ergebnis von 8500 Punkten anpeilt. Er zeigte in Rio einen ausgeglichenen und konzentrierten ersten Tag auf hohem Niveau und glänzte vor allem mit Bestleistung im Weitsprung (7,69 m) und eingestellter Bestleistung über 400 Meter (46,75 s). Auch er kann in den Kampf um die Medaillen eingreifen, muss aber hierzu so konzentriert wie am ersten Tag sein und sein Leistungsmaximum am zweiten Tag abrufen.

Nicht zufrieden dagegen waren die beiden anderen deutschen Zehnkämpfer, vorne weg Rico Freimuth: Der WM-Dritte des letzten Jahres musste den Wettbewerb nach drei Disziplinen mit Rückenschmerzen beenden und hat sich seinen zweiten Olympiaauftritt nach London 2012 sicherlich anders vorgestellt. An seiner ersten Olympiateilnahme 2008 musste man sich bei Arthur Abele erinnern: Der Ratingen-Sieger hatte nach gutem 100-Meter-Sprint (10,87 s) zuerst zwei ungültige Versuch im Weitsprung (wie vor acht Jahren) und sprang dann im dritten Versuch nur 6,97 Meter. "Der Weitsprung – eigentlich eine Bank – war eine Katastrophe. Im dritten Versuch bin ich 40 Zentimeter vor dem Brett abgesprungen, das hat 130 Punkte gekostet," so Arthur Abele gegenüber leichtathletik.de. Exakt die Punktzahl, die ihm zum Halbzeitergebnis von Ratingen 2016 fehlt, denn in den drei Disziplinen danach zeigte er sein Leistungsniveau. Im einem hochklassigen Feld reichen 4134 Punkte aber nur zu Platz 16, allerdings kommen Arthur Abeles Stärken am zweiten Tag. Für ihn gilt es, Rang um Rang gutzumachen.

Top Ten 2016

1. 8605 Abele, Arthur

2. 8580 Kazmirek, Kai

3. 7838 Nowak, Tim

4. 7812 Stauß, Rene

5. 7784w Wieland, Luca

6. 7667 Scherfose, Patrick

7. 7590 Merten, Nils

8. 7513 Hutterer, Dennis

9. 7393 Hepperle, Felix

10. 7369 Hanßler, Luis

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